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Künstler: Internationale Grafik

Pierre Bonnard

Maler, Lithograf, 1867–1947, Fontenay-aux-Roses – Paris – Le Cannet

Maler der Nabis; „France-Champagne“ (1891) und die Farblithografien „Quelques aspects de la vie de Paris“ (1899) prägten die Pariser Druckgrafik.

Pierre Bonnard studierte zunächst Jus, besuchte die Académie Julian und gehörte ab 1888 zur Gruppe der Nabis um Paul Sérusier, Maurice Denis und Édouard Vuillard. 1891 verkaufte er das Plakat „France-Champagne“, was ihn bekannt machte. Der Kunsthändler Ambroise Vollard verlegte seine Farblithografien und illustrierten Bücher. Ab 1926 lebte er in Le Cannet an der Côte d'Azur, wo er 1947 starb. Seine Frau Marthe war jahrzehntelang sein wichtigstes Modell.

Bonnards Druckgrafik der 1890er Jahre zeigt Pariser Straßen, Kinder, Pferdewagen und Interieurs in flächigen Farben, angeregt vom japanischen Farbholzschnitt. 1899 erschien bei Vollard die Mappe „Quelques aspects de la vie de Paris“ mit zwölf Farblithografien und Umschlag, 1900 Verlaines „Parallèlement“, 1902 „Daphnis et Chloé“ mit Lithografien. Seine späteren Gemälde von Badezimmern, Gärten und Mittelmeerlandschaften leuchten in dichter Farbe. Auch für „La Revue blanche“ entwarf er ein Plakat.

Die Druckgrafik verzeichnet Francis Bouvet (1981), die Gemälde Jean und Henry Dauberville. Bonnards Lithografien erschienen in kleinen Auflagen; Signatur, Papier und Zustand sind zu prüfen. Tafeln aus Büchern und Zeitschriften wie „L'Estampe originale“ sind von Einzelblättern zu trennen. Spätere Reproduktionen und Plakate nach seinen Gemälden sind Offsetdrucke. Kleine Ölskizzen auf Karton sind ein Fälschungsfeld.

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