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Künstler: Internationale Moderne

Emil Nolde

Maler, Grafiker, 1867–1956, Nolde – Berlin – Seebüll

Expressionist aus Nordschleswig; Blumen- und Landschaftsaquarelle sind sein bekanntestes und zugleich am häufigsten gefälschtes Werkfeld.

Emil Nolde, geboren als Emil Hansen im Dorf Nolde, lernte Holzschnitzer und Möbelzeichner, ehe er Maler wurde und den Namen seines Geburtsorts annahm. 1906/07 gehörte er der „Brücke“ an. 1913/14 nahm er an einer Expedition in die Südsee teil. Ab 1927 lebte er in Seebüll an der deutsch-dänischen Grenze. Obwohl NSDAP-Mitglied, wurde er als „entartet“ verfemt, über 1.000 Werke wurden beschlagnahmt, 1941 erhielt er Berufsverbot. Er starb 1956 in Seebüll.

Nolde malte leuchtende Blumengärten, Marschlandschaften, Meer, religiöse Bilder und Masken in dicker, ungebrochener Farbe. Das Aquarell auf saugfähigem Japanpapier, mit ineinanderfließenden Farben, wurde zu seinem wichtigsten Medium; in der NS-Zeit entstanden die kleinen „ungemalten Bilder“. Seine Druckgrafik umfasst Radierungen, Holzschnitte und Lithografien, oft in wenigen, variierenden Abzügen. Die Berliner Ausstellung „Emil Nolde – Eine deutsche Legende“ (2019) hat sein Verhältnis zum Nationalsozialismus aufgearbeitet.

Die Druckgrafik verzeichnen Gustav Schiefler und Christel Mosel, die Gemälde Martin Urban. Die Nolde Stiftung Seebüll stellt Bestätigungen aus; ohne sie sind Aquarelle kaum zu vermitteln. Fälschungen konzentrieren sich auf Blumen- und Landschaftsaquarelle. Echte Blätter zeigen das charakteristische Ineinanderlaufen der Farben auf Japanpapier und eine Signatur „Nolde“ in Bleistift oder Tusche. Kunstdrucke nach Aquarellen sind sehr verbreitet.

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