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Material: Edelmetalle

Doublé

Mechanisch aufgebrachte Goldauflage auf unedlem Kern, im 19. und 20. Jahrhundert für Schmuck, Uhrgehäuse und Brillen verbreitet.

Doublé bezeichnet ein Verbundmaterial, bei dem eine Goldschicht durch Walzen und Verschweißen fest mit einem Kern aus Messing, Tombak oder Kupfer verbunden wird. Die Auflage ist deutlich dicker als eine galvanische Vergoldung. Das Verfahren verbreitete sich im 19. Jahrhundert, Pforzheim wurde zu einem Zentrum der Doubléindustrie. Im Englischen heißt das Material Gold filled oder Rolled Gold, im Französischen Plaqué or oder Doublé or laminé.

Gestempelt wird „Doublé“, „Dublee“, „GF“, „1/20 12K GF“, „RG“ oder „RGP“, bei Uhren auch „Doublé or laminé“ mit Mikronangabe oder Garantiejahren. An Kanten, Ösen und Ringschienen schimmert durch Abrieb das gelbe oder rötliche Grundmetall hervor. Eine Strichprobe an der Oberfläche täuscht Gold vor; erst ein Feilstrich an verdeckter Stelle zeigt den Kern. Das Gewicht liegt unter dem massiver Stücke gleicher Größe.

Der Materialwert von Doublé ist gering, weil der Goldanteil nur wenige Prozent beträgt. Sammler suchen Taschenuhren in Doublégehäusen und Art-déco-Schmuck, dann zählen Werk und Gestaltung. Die Zahl „585“ neben „Doublé“ bezieht sich auf die Auflage und führt Laien häufig in die Irre.

So prüfen Sie es

  • Stempel „Doublé“, „GF“, „RGP“ oder „1/20“
  • Mikron- oder Jahresangaben bei Uhrgehäusen
  • Grundmetall an Kanten sichtbar
  • geringeres Gewicht als massives Gold
  • Feilstrich an verdeckter Stelle

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.