Spindeltaschenuhren
Taschenuhren mit Spindelhemmung, Kette und Schnecke aus dem 17. bis frühen 19. Jahrhundert.
Die Spindelhemmung ist die älteste Hemmungsart der Taschenuhr. Ein senkrecht stehender Spindelstab mit zwei Lappen greift in ein Kronrad und gibt es schrittweise frei. Damit die nachlassende Federkraft die Ganggenauigkeit nicht verfälscht, übertragen eine feine Kette und ein kegelförmiges Rad, die Schnecke, die Kraft gleichmäßig. Spindeluhren sind dick gebaut, was ihnen den Spitznamen Zwiebel eintrug, werden mit einem Schlüssel aufgezogen und tragen über der Unruh einen kunstvoll durchbrochenen und gravierten Kloben. Viele englische Uhren stecken in einem zweiten Übergehäuse.
Für die Bewertung zählen Signatur, Alter, Gehäusematerial und Zustand. Signierte Werke aus London, Paris, Genf, Augsburg oder Wien mit feinem Kloben und originalem Emailzifferblatt sind gesucht, einfache Spindeluhren des frühen 19. Jahrhunderts mit Silbergehäuse sind häufiger. Wir prüfen, ob Kette, Schnecke und Spindel vollständig sind, denn gerissene Ketten und gebrochene Spindeln kommen oft vor. Zifferblätter mit Haarrissen und abgesplitterten Rändern sind bei diesem Alter üblich und mindern den Wert nur mäßig.
Woran man es erkennt
- Spindelhemmung mit Kronrad
- Kette und Schnecke
- Durchbrochener, gravierter Kloben
- Schlüsselaufzug
- Übergehäuse bei englischen Uhren
- Signaturen aus London, Paris, Genf, Wien
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