Amerikanische Eisenbahnuhren
Präzise Taschenuhren für amerikanische Bahnbedienstete, gebaut von Waltham, Elgin, Hamilton und anderen.
Nach einem schweren Zugunglück 1891 bei Kipton in Ohio, das auf eine falsch gehende Uhr zurückgeführt wurde, führten amerikanische Bahngesellschaften strenge Vorschriften für Dienstuhren ein. Gefordert waren offene Gehäuse, arabische Ziffern, mindestens 17 Lagersteine, Regulierung in mehreren Lagen und Temperaturen sowie ein Stellhebel, damit die Zeit nicht versehentlich verstellt werden konnte. Waltham, Elgin, Hamilton, Illinois und Ball bauten Werke nach diesem Standard, gekennzeichnet mit „Railroad“, „Adjusted“ und der Zahl der Jewels.
Amerikanische Eisenbahnuhren kamen über Auswanderer, Soldaten und Händler nach Europa und finden sich auch in Wiener Nachlässen. Ins Gewicht fallen Hersteller, Werkmodell, Steinzahl und Gehäuse. Gesuchte Modelle wie die Hamilton 992 oder Waltham Vanguard mit 23 Steinen werden höher bewertet als einfache 17-steinige Werke. Gehäuse sind häufig aus Gold Filled, also mit Goldauflage, gekennzeichnet mit Angaben wie „20 Years“; sie haben keinen Goldwert, sind aber zeittypisch und gehören zur Uhr.
Woran man es erkennt
- Railroad-Standard nach 1891
- Stellhebel unter der Lünette
- 17 bis 23 Lagersteine
- Waltham, Elgin, Hamilton, Illinois, Ball
- Gehäuse aus Gold Filled
Amerikanische Eisenbahnuhren verkaufen: in allen 23 Bezirken
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