Remontoir-Taschenuhren mit Kronenaufzug
Ankertaschenuhren, die über die Krone aufgezogen und gestellt werden, ab der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Der Kronenaufzug machte den Uhrschlüssel überflüssig. Nach frühen Lösungen von Louis Audemars ließ Adrien Philippe, später Partner von Antoine Norbert de Patek, 1845 seinen Mechanismus patentieren. Im deutschen Sprachraum heißen solche Uhren Remontoir, nach dem französischen Wort für Aufzug. Zusammen mit der Schweizer Ankerhemmung, die sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts durchsetzte, entstand die Standardbauweise der Taschenuhr. In österreichischen Nachlässen sind Remontoiruhren mit Silbergehäuse aus der Zeit um 1880 bis 1920 die häufigste Form.
Der Wert reicht von bescheiden bis beträchtlich. Einfache Remontoiruhren mit Schweizer Serienwerk werden überwiegend nach Gehäuse bewertet, Uhren mit feiner Werkausführung, Feinregulierung, Goldchatons und Signatur einer bekannten Manufaktur deutlich höher. Wir kontrollieren die Zahl der Lagersteine, die Art der Regulierung und den Zustand von Aufzug und Zeigerstellung. Häufige Mängel sind gebrochene Aufzugswellen, fehlende Kronen und gesprungene Gläser. Ein Stellhebel statt Stelldrücker ist ein Hinweis auf eine Präzisionsuhr.
Woran man es erkennt
- Kronenaufzug statt Schlüssel
- Schweizer Ankerhemmung
- Silbergehäuse um 1880 bis 1920
- Feinregulierung und Goldchatons
- Prüfung von Aufzug und Zeigerstellung
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