Manufaktur: Armbanduhren
Jaeger-LeCoultre
Le Sentier, seit 1833
Manufaktur aus Le Sentier im Vallée de Joux, Erfinderin der Reverso und Herstellerin der Atmos-Pendule, Werklieferantin vieler Genfer Häuser.
Antoine LeCoultre eröffnete 1833 in Le Sentier eine Werkstatt und konstruierte Präzisionswerkzeuge wie das Millionometer, das Tausendstelmillimeter messen konnte. Aus ihr wuchs eine Manufaktur, die alle Werkteile unter einem Dach fertigte und Rohwerke an Patek Philippe, Audemars Piguet und Vacheron Constantin lieferte. Ab 1903 arbeitete das Haus mit dem Pariser Edmond Jaeger zusammen; seit 1937 lautet der Name Jaeger-LeCoultre. Das Kaliber 101 von 1929 gilt als eines der kleinsten mechanischen Uhrwerke.
Die Reverso von 1931 mit wendbarem Gehäuse entstand für Polospieler in Britisch-Indien und wird bis heute gebaut. Gesucht sind außerdem die Wecker-Armbanduhr Memovox ab 1950, die antimagnetische Geophysic von 1958, die Futurematic, Duoplan-Damenuhren und Polaris-Taucheruhren. Die Atmos-Pendule bezieht ihre Antriebsenergie aus Temperaturschwankungen und läuft ohne Aufzug; frühe Exemplare und Sonderausführungen mit Marketerie- oder Emailgehäusen sind Sammelobjekte. In den USA wurden Uhren unter der Signatur „LeCoultre“ vertrieben.
Die Reverso trägt die Seriennummer am Gehäuse, die Atmos eine Nummer auf der Werkplatte. Bei Reverso-Modellen der 1930er-Jahre wurden Zifferblätter häufig ersetzt; Originalblätter zeigen gleichmäßig gealterte Farbe und sauberen Druck. Vor dem Transport einer Atmos muss die Drehpendel-Unruh arretiert werden, sonst reißt der Torsionsfaden. US-Uhren mit Signatur „LeCoultre“ stecken oft in Goldfilled-Gehäusen ohne Massivgoldwert. Die Manufaktur bestätigt Herstellungsdaten über ihr Archiv.
Entwerfer & Personen
- Antoine LeCoultre
- Edmond Jaeger
- René-Alfred Chauvot
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- Patek Philippeseit 1839
- Piagetseit 1874
- Rolexseit 1905
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