Realismus im 3. Bezirk, 1030 Wien
Realismus auf der Landstraße: Pettenkofen im Belvedere
Das Belvedere zeigt Werke August von Pettenkofens und anderer österreichischer Realisten – Malerei des Alltags zwischen Biedermeier und Gründerzeit.
Gustave Courbet gab dem Realismus 1855 mit seinem „Pavillon du Réalisme“ neben der Pariser Weltausstellung den Namen. In Österreich hatten Waldmüller und die Biedermeiermaler die genaue Naturbeobachtung vorbereitet; August von Pettenkofen malte Szenen aus der ungarischen Tiefebene, Mihály Munkácsy arbeitete in Paris. Das Belvedere zeigt Pettenkofen und andere österreichische Realisten. In denselben Jahrzehnten veränderte das Arsenal den Südosten der Landstraße, später folgten der Viehmarkt von St. Marx und die Verbindungsbahn.
Realistische Malerei des 19. Jahrhunderts ist im Wiener Handel gut vertreten: Genreszenen, Bauern- und Pferdebilder, Landschaften, oft auf kleinformatigen Holztafeln oder Karton. Pettenkofen wurde häufig nachgeahmt; wir vergleichen Pinselschrift, Signatur und Bildträger mit gesicherten Werken und achten auf Etiketten von Ausstellungen und Händlern. Gemälde aus Haushalten im Fasanviertel und Botschaftsviertel übernehmen wir oft im Zusammenhang einer ganzen Wohnungsauflösung, Rahmen der Zeit bewerten wir mit.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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