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Persien – Dorf & Region, Provinz Zandjan, Iran

Zandjan

Stadt zwischen Täbris und Qazvin; ihre Dorfteppiche verbinden die Hamadan-Bauweise mit Mustern aus Bidjar und den Kurdengebieten.

Zandjan ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordwesten Irans und liegt an der Verbindung zwischen Täbris und Qazvin. Die Dörfer der Provinz, überwiegend von aserbaidschanischen Turkgruppen besiedelt, knüpfen seit dem 19. Jahrhundert für den Handel. Weil Zandjan zwischen den Knüpfgebieten Hamadan und Bidjar liegt, übernehmen die Teppiche Elemente beider Gruppen; im Handel liefen sie häufig unter dem Namen Hamadan.

Zandjan-Teppiche sind häufig einschüssig und symmetrisch auf Baumwollkette geknüpft, mit etwa 60.000 bis 160.000 Knoten/m²; der Flor ist mittelhoch und fest. Verbreitet sind gestufte Medaillons, Herati-Füllungen, Boteh und Hakenrauten, in Rot, Dunkelblau, Elfenbein und Kamelton. Brücken und Läufer überwiegen. Manche Dörfer knüpfen dichter und zweischüssig, was die Stücke näher an Bidjar rückt. Eine sichere Zuordnung zu einem einzelnen Dorf gelingt selten.

Zandjan-Teppiche sind Gebrauchsware und meist im 20. Jahrhundert entstanden. Ältere Stücke mit Pflanzenfarben und Abrasch finden mehr Interesse als gleichmäßig synthetisch gefärbte Ware. Wie bei allen einschüssigen Teppichen sind verzogene Formate, Knotenverluste an den Kanten und abgelaufene Mittelfelder häufig. Die Zuordnung beruht auf Rückseite, Musterstil und Wolle; ein Dorfname auf einem Etikett ist kein Nachweis.

Woran man es erkennt

  • Häufig einschüssig wie Hamadan
  • Gestufte Medaillons und Hakenrauten
  • Rot, Dunkelblau und Kamelton
  • Symmetrischer Knoten, Baumwollkette
  • Brücken und Läufer

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.