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Persien – Dorf & Region, Provinz Markazi, Iran

Ferahan

Ebene nördlich von Arak; ihre Teppiche des 19. Jahrhunderts tragen Herati-Muster und oft eine korrodierte grüne Hauptbordüre.

Ferahan bezeichnet die Ebene nördlich von Arak mit zahlreichen Dörfern, die im 19. Jahrhundert für den Handel in Sultanabad knüpften. Die Region lieferte schon vor dem Eintreffen der westlichen Firmen um 1880 Teppiche nach Europa. In Museumsbeständen und alten Wohnungen finden sich Ferahan-Teppiche aus der Zeit zwischen etwa 1850 und 1900, die heute als antike Perserteppiche gelten.

Ferahan-Teppiche sind dünn, biegsam und mit dem asymmetrischen Knoten auf Baumwollkette geknüpft, bei etwa 150.000 bis 350.000 Knoten/m². Das häufigste Feldmuster ist das Herati in kleinem Rapport, daneben Mina-Khani und Boteh. Der Grund ist meist dunkelblau oder rot. Charakteristisch ist eine grüne Hauptbordüre, deren Färbung mit kupferhaltiger Beize das Material angreift. Neben Brücken entstanden lange, schmale Galerien und Zimmerformate.

Bei vielen antiken Ferahan ist die grüne Bordüre bis auf die Knoten abgebaut und liegt als Relief tiefer als der übrige Flor; das gilt als Altersmerkmal, nicht als Hinweis auf Fälschung. Dünne Teppiche dieser Art brechen leicht an Faltstellen und verlieren an den Enden Knotenreihen. Entscheidend sind Feinheit, erhaltene Feldfarben und vollständige Bordüren; abgeschnittene Formate und eingesetzte Fremdbordüren mindern den Wert.

Woran man es erkennt

  • Herati-Muster in kleinem Rapport
  • Grüne Hauptbordüre, oft tiefer abgebaut
  • Dunkelblauer oder roter Grund
  • Dünn, biegsam, asymmetrischer Knoten
  • Baumwollkette
  • Lange Galerien neben Brücken

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