Persien – Dorf & Region, Provinz Hamadan, Iran
Hosseinabad
Dorf in der Hamadan-Region; seine einschüssigen Teppiche tragen meist ein Herati-Feld oder ein Medaillon mit Herati-Füllung in Rot und Blau.
Hosseinabad ist eines der bekanntesten Dörfer der Hamadan-Region und gibt einer eigenen Qualität im Handel den Namen. Da der Ortsname in Iran häufig vorkommt, bezieht sich die Teppichbezeichnung ausdrücklich auf das Dorf im Hamadan-Gebiet. Die Produktion ist seit dem späten 19. Jahrhundert belegt und lief über den Markt in Hamadan, von wo die Stücke nach Europa und in die USA gelangten.
Hosseinabad-Teppiche sind wie die meisten Hamadan einschüssig gebaut und symmetrisch auf Baumwollkette geknüpft, bei etwa 80.000 bis 180.000 Knoten/m². Kennzeichnend ist das Herati-Muster, das entweder das ganze Feld füllt oder ein gestuftes Medaillon umgibt. Der Grund ist meist rot oder dunkelblau, die Bordüren zeigen Palmetten und Rosetten. Häufig sind Läufer, Brücken und Zimmerformate bis etwa 2 × 3 m.
Im Handel gilt Hosseinabad als eine der besseren Hamadan-Qualitäten, weil die Zeichnung klar und die Wolle fest ist. Ältere Stücke aus der Zeit vor 1940 tragen Pflanzenfarben und weicheres Rot, spätere häufig ein hartes, synthetisch gefärbtes Rot. Einschüssige Teppiche verziehen sich bei feuchter Reinigung; seitlich gewellte Läufer sind daher häufig. Abgelaufene Mittelfelder und gekürzte Enden mindern den Wert.
Woran man es erkennt
- Herati-Feld oder Herati-gefülltes Medaillon
- Einschüssig, symmetrischer Knoten
- Rot oder Dunkelblau als Grund
- Klare, gleichmäßige Zeichnung
- Läufer, Brücken und kleinere Zimmerformate
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