Europa & Wien, Wien und Hoheneich, Niederösterreich
Backhausen-Teppiche
Teppiche der Wiener Firma Johann Backhausen & Söhne, um 1900 nach Entwürfen von Josef Hoffmann, Koloman Moser und Otto Wagner.
Die Firma Johann Backhausen & Söhne wurde 1849 in Wien gegründet und produzierte später im niederösterreichischen Hoheneich bei Gmünd. Um 1900 arbeitete sie eng mit Architekten der Secession und der Wiener Werkstätte zusammen und setzte deren Entwürfe in Möbelstoffe, Vorhänge und Teppiche um. Zu den Entwerfern gehörten Josef Hoffmann, Koloman Moser und Otto Wagner. Das Firmenarchiv bewahrt zahlreiche Entwürfe dieser Zeit.
Backhausen-Teppiche sind überwiegend maschinell gewebt, daneben gab es handgeknüpfte Einzelstücke. Kennzeichnend sind Muster der Wiener Moderne: geometrische Raster, Quadrate, Kreise, stilisierte Blüten und Blätter, oft in wenigen Farben wie Schwarz, Weiß, Grau, Grün oder Violett. Viele Entwürfe wurden als Läufer und Raumteppiche für Wohnungen und öffentliche Bauten ausgeführt. Die Kette besteht meist aus Baumwolle oder Jute, der Flor aus Wolle.
Teppiche nach Entwürfen von Hoffmann, Moser oder Wagner aus der Zeit um 1900 bis 1914 sind gesucht, wenn sich der Entwurf durch Archivunterlagen, Musterbücher oder Vergleichsstücke belegen lässt. Backhausen hat einzelne Entwürfe später neu aufgelegt; solche Neuauflagen sind von Originalen der Entstehungszeit zu unterscheiden. Häufige Mängel sind abgelaufener Flor, Mottenfraß, Verblassen und gekürzte Läufer.
Woran man es erkennt
- Entwürfe der Wiener Moderne
- Geometrische Raster und stilisierte Blüten
- Überwiegend maschinell gewebt
- Wenige Farben, oft Schwarz und Weiß
- Spätere Neuauflagen historischer Entwürfe
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