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Material: Email, Steine & Schmuck

Strass

Hochlichtbrechendes Bleiglas als Diamantimitation, benannt nach dem Juwelier Georg Friedrich Strass, Grundlage des Modeschmucks.

Strass ist ein bleireiches, stark lichtbrechendes Glas, das geschliffen Diamanten nachahmt. Der Name geht auf den elsässischen Juwelier Georg Friedrich Strass zurück, der im 18. Jahrhundert in Paris Schmuck mit Glassteinen fertigte. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde Strass zur Grundlage des Modeschmucks. Daniel Swarovski gründete 1895 in Wattens in Tirol ein Unternehmen für maschinell geschliffene Kristallsteine. Modeschmuck von Trifari, Miriam Haskell, Christian Dior und Chanel verwendete Strass in großer Zahl.

Strass ist weicher als Diamant, die Facettenkanten nutzen sich ab und zeigen kleine Abschürfungen. Unter der Lupe erscheinen runde Bläschen. Viele Steine sind hinterfoliert, um das Funkeln zu verstärken; eindringende Feuchtigkeit macht die Folie dunkel und die Steine stumpf. Ein Diamanttester reagiert nicht. Fassungen bestehen meist aus unedlem Metall, vergoldet oder rhodiniert, und tragen oft Herstellermarken auf der Rückseite. Geklebte Steine sitzen in Kästchen ohne Krappen.

Strass hat keinen Edelsteinwert. Modeschmuck bekannter Hersteller mit Signatur, vollständigen Steinen und intakter Folie ist bei Sammlern gefragt. Dunkle oder fehlende Steine mindern den Wert. Unsignierter Modeschmuck wird nach Gestaltung und Zustand eingeordnet. Originaletuis und Etiketten steigern das Interesse. Schmuck mit gestempelten Herstellernamen lässt sich über Kataloge datieren.

So prüfen Sie es

  • Bläschen unter der Lupe
  • abgeschürfte Facettenkanten
  • hinterfolierte Steine
  • keine Reaktion beim Diamanttester
  • Herstellermarke auf der Rückseite

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.