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Künstler: Zwischenkriegszeit

Viktor Hammer

Maler, Drucker, Schriftentwerfer, 1882–1967, Wien – Florenz – Lexington

Wiener Maler und Drucker; Stamperia del Santuccio in Florenz, Unzialschriften wie „Hammer Unziale“ und ab 1939 Arbeit in den USA.

Viktor Hammer lernte mit 15 Jahren Architektur bei Camillo Sitte und studierte ab 1898 zehn Jahre an der Wiener Akademie; 1909 erhielt er den Rompreis. Als Maler arbeitete er vor allem als Bildnismaler in altmeisterlicher Technik. 1922 ging er nach Florenz und richtete eine Handpresse ein, die er 1929 in der Villa Santuccio als Stamperia del Santuccio fortführte. 1939 emigrierte er in die USA, lehrte am Wells College in Aurora und lebte ab 1948 in Lexington, Kentucky, wo er 1967 starb.

Hammers Malerei folgt einer altmeisterlichen Lasurtechnik mit glatter Oberfläche. Als Drucker schuf er Bücher im Handsatz und Handdruck; das erste Werk der Stamperia war Miltons „Samson Agonistes“ (1931). Er entwarf fünf Schriften, darunter die Hammer Unziale, Samson, Pindar, American Uncial (1943) und Andromaque (1958). Die Unzialschriften wurden von der Schriftgießerei Klingspor gegossen und weit verbreitet. Seine Bücher verbinden Handsatz, Handdruck und strenge Typografie.

Hammers Drucke der Stamperia del Santuccio erschienen in kleinen Auflagen und sind nach Impressum, Papier und Vollständigkeit zu prüfen. Bildnisse aus seiner Wiener Zeit stammen meist aus Familienbesitz der Dargestellten. Schriftmuster und Probedrucke sind ein eigenes Sammelgebiet. Spätere amerikanische Drucke tragen Ortsangaben aus Aurora oder Lexington. Sammlungen in Kentucky, etwa die King Library Press der University of Kentucky, dokumentieren sein Druckwerk.

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