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Künstler: Zwischenkriegszeit

Georg Mayer-Marton

Maler, Mosaikkünstler, 1897–1960, Győr – Wien – Liverpool

Sekretär und Vizepräsident des Hagenbunds, 1938 Flucht nach England; in Liverpool Pionier des facettierten Mosaiks.

Georg Mayer-Marton wurde 1897 in Győr geboren und studierte 1919–1924 an den Akademien in Wien und München; eine Reise nach Ravenna weckte sein Interesse am Mosaik. Ab 1927 war er Sekretär, später Vizepräsident des Hagenbunds. 1938 floh er mit seiner Frau, der Pianistin Grete Fried, nach England. 1952 wurde er Senior Lecturer für Malerei am Liverpool College of Art. Er starb 1960 in Liverpool und hinterließ mehrere unvollendete Mosaikentwürfe.

Mayer-Marton arbeitete in Öl, Aquarell, Grafik und Fresko. Die Wiener Bilder zeigen Landschaften, Stadtansichten und Figuren in klarer, ruhiger Bildordnung; Aquarelle sind zahlreich. In England führte er das facettierte Mosaik nach byzantinischem Vorbild ein und schuf Wandbilder für Kirchen und Schulen im Nordwesten, etwa für Holy Rosary in Oldham (1955). Ein Pfingstmosaik kam nach dem Abriss seiner Kirche in die Metropolitan Cathedral von Liverpool.

Wiener Arbeiten von Mayer-Marton sind selten, da vieles bei der Flucht 1938 zurückblieb; die Herkunft solcher Werke ist zu klären. Aquarelle und Ölbilder der englischen Jahre kommen häufiger aus britischem Besitz. Signatur und Datierung sind mit Beständen im Belvedere und in englischen Sammlungen abzugleichen. Mosaikentwürfe auf Papier tragen oft Maßstab und Farbangaben.

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