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Künstler: Neue Sachlichkeit

Otto Rudolf Schatz

Maler, Grafiker, 1900–1961, Wien

Wiener Maler und Holzschneider zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit; Arbeiter, Hafen und Großstadt als Motive.

Otto Rudolf Schatz studierte 1918–1920 an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Oskar Strnad und Anton von Kenner. 1923 stellte ihn Otto Kallir-Nirenstein mit Mitgliedern des Hagenbunds aus; 1925 erhielt er den Großen Staatspreis. Von 1928 bis 1938 war er Mitglied des Hagenbunds. Die Jahre 1938 bis 1945 verbrachte er überwiegend außerhalb Österreichs, auf Stationen in mehreren Ländern Europas und darüber hinaus. Ab 1946 arbeitete er wieder in Wien, wo er 1961 starb.

Schatz begann expressionistisch und fand Mitte der 1920er Jahre zur Neuen Sachlichkeit. Seine Holzschnitte und Gemälde zeigen Arbeiter, Fabriken, Häfen, Großstadtszenen, Akte und Landschaften in klaren, festen Formen. Die Arbeiterbewegung und der Sozialismus prägten seine Themenwahl, er war auch politisch aktiv. Daneben illustrierte er Bücher mit Holzschnitten. Aquarelle und Gouachen von Reisen ergänzen das Werk. Seine Formensprache ist kantig und plakativ, die Farbe auf wenige kräftige Töne reduziert.

Holzschnitte von Schatz sind meist mit Bleistift signiert; Abzüge vom Stock zeigen Prägung und satte, leicht ungleichmäßige Schwärzen, Buchillustrationen sind oft als Klischee gedruckt. Gemälde stammen häufig aus Wiener Besitz und sind mit Ausstellungsnachweisen des Hagenbunds abzugleichen. Erstausgaben mit Originalholzschnitten sind nach Vollständigkeit und Einband zu prüfen. Aquarelle von Reisen sind oft datiert und mit Ortsangabe versehen.

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