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Künstler: Neue Sachlichkeit

Otto Dix

Maler, Grafiker, 1891–1969, Untermhaus – Dresden – Hemmenhofen

Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit; der Radierzyklus „Der Krieg“ (1924) mit 50 Blättern ist eines der eindringlichsten Antikriegswerke.

Otto Dix, Sohn eines Eisengießers aus Untermhaus bei Gera, kämpfte im Ersten Weltkrieg als Maschinengewehrschütze an West- und Ostfront. Danach arbeitete er in Dresden, Düsseldorf und Berlin und wurde 1927 Professor an der Dresdner Akademie, 1933 entlassen. Seine Bilder galten als „entartet“. Ab 1936 lebte er in Hemmenhofen am Bodensee, 1945 geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Er starb 1969 in Singen.

Dix malte Kriegsbilder, Großstadtszenen, Prostituierte, Kriegskrüppel und schonungslose Bildnisse in altmeisterlicher Lasurtechnik. 1924 erschien bei Karl Nierendorf „Der Krieg“: 50 Radierungen in fünf Mappen, nach Erinnerungen an die Front. Nach 1945 wandte er sich religiösen Themen und Landschaften zu und schuf zahlreiche Farblithografien in lockerer Manier. Aquarelle der 1920er Jahre zeigen Bordell- und Straßenszenen. Das Triptychon „Großstadt“ (1927/28) befindet sich im Kunstmuseum Stuttgart.

Die Druckgrafik verzeichnet Florian Karsch (1970), die Gemälde Fritz Löffler (1981); die Otto-Dix-Stiftung gibt Auskunft. Fälschungen konzentrieren sich auf Aquarelle und Zeichnungen der 1920er Jahre. Blätter aus „Der Krieg“ sind einzeln im Handel; Mappenzusammenhang, Papier und Auflage sind zu prüfen. Farblithografien der Nachkriegszeit sind häufig und meist mit Bleistift signiert und nummeriert.

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