Künstler: Neue Sachlichkeit
Franz Sedlacek
Maler, Illustrator, Chemiker, 1891–1945, Breslau – Linz – Wien
Chemiker und Kustos am Technischen Museum Wien, als Maler Autodidakt; nächtliche, unheimliche Landschaften des Magischen Realismus.
Franz Sedlacek wurde 1891 in Breslau geboren und wuchs in Linz auf, wo er 1913 die Künstlervereinigung MAERZ mitbegründete. Er studierte an der Technischen Hochschule Wien zunächst Architektur, dann technische Chemie und promovierte 1921. Im selben Jahr trat er als Kustos für chemische Industrie in das Technische Museum Wien ein. Als Maler war er Autodidakt; 1927 wurde er Mitglied der Secession, 1937 erhielt er den Österreichischen Staatspreis. Seit Februar 1945 gilt er in Polen als vermisst.
Ab 1913 zeichnete Sedlacek für die „Muskete“, ab 1914 für den „Simplicissimus“. Nach 1920 wandte er sich der Ölmalerei zu: nächtliche Landschaften, verlassene Ebenen, Mondlicht, gespenstische Wesen und Figuren in altmeisterlich glatter, lasierender Technik. Zeitgenossen nannten ihn den „Maler unheimlicher Wesen“. Seine Bilder wurden in Österreich, im Ausland und in den USA ausgestellt; 1929 erhielt er eine Goldmedaille in Barcelona.
Sedlaceks Gemälde sind selten, ihre altmeisterliche Lasurtechnik macht sie empfindlich gegen unsachgemäße Reinigung. Zeichnungen und Illustrationen für Muskete und Simplicissimus sind häufiger; aus Zeitschriften gelöste Drucke sind von Originalzeichnungen zu trennen. Das Wien Museum und das Lentos in Linz bieten Vergleichsbestände. Fantastische Nachtbilder anderer Maler werden ihm mitunter zugeschrieben. Ausstellungsnachweise der Secession ab 1927 helfen bei der Datierung.
Epochen & Stile
Franz Sedlacek verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Neue Sachlichkeit
- Otto Dix1891–1969
- George Grosz1893–1959
- Karl Hauk1898–1974
- Carry Hauser1895–1985
- Franz Lerch1895–1977
- Sergius Pauser1896–1970
- Herbert Ploberger1902–1977
- Christian Schad1894–1982
- Otto Rudolf Schatz1900–1961
- Rudolf Wacker1893–1939
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular