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Künstler: Secession

Johann Victor Krämer

Maler, 1861–1949, Adamsthal (Mähren) – Wien

Gründungsmitglied der Secession aus Adamsthal; seine Reise nach Ägypten und Palästina 1898–1900 füllte 1901 eine ganze Secessionsausstellung.

Johann Victor Krämer wurde 1861 in Adamsthal in Mähren geboren und besuchte 1878–1881 die Kunstgewerbeschule, wo Gustav Klimt und Franz Matsch zu seinen Mitschülern zählten; danach studierte er an der Akademie, ab 1883 bei Leopold Carl Müller. Der Rompreis von 1888 finanzierte Reisen nach Paris, London, Madrid, Tanger und Italien. 1897 gründete er die Secession mit. 1917 erhielt er den Professorentitel. Krämer starb 1949 in Wien, wo er ab 1891 dasselbe Atelier bewohnt hatte.

1898–1900 reiste Krämer, gefördert von Leopoldine Wittgenstein, nach Ägypten und Palästina bis Abu Simbel und Baalbek und fotografierte mit einer Kodak; die Aufnahmen liegen heute in der Albertina. Die XI. Secessionsausstellung 1901 bestand ausschließlich aus seinen Werken, im selben Jahr erschienen Arbeiten in Ver Sacrum. Er arbeitete in Öl, Aquarell, Gouache, Pastell und Zeichnung. Nach 1900 entfernte er sich von der Avantgarde und malte vermehrt religiöse Themen.

Orientalistische Bilder um 1900 sind ein breites Feld mit vielen unsignierten oder falsch zugeschriebenen Arbeiten; eine Zuordnung an Krämer verlangt Signatur, Vergleichswerke und Herkunft. Rückseitig vermerkte Ortsangaben helfen, Bilder der Reisen von 1888–1890 und 1898–1900 zu datieren. Der Katalog der XI. Secessionsausstellung ist eine wichtige Vergleichsquelle. Bei Aquarellen und Pastellen ist auf Lichtschäden zu achten.

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