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Künstler: Secession

Wilhelm Bernatzik

Maler, 1853–1906, Mistelbach – Hinterbrühl

Gründungsmitglied und 1902/03 Präsident der Secession; organisierte 1903 mit Julius Meier-Graefe die Impressionismus-Ausstellung.

Wilhelm Bernatzik, Bruder des Staatsrechtlers Edmund Bernatzik, begann auf Wunsch des Vaters ein Jusstudium und studierte dann 1873–1875 Landschaftsmalerei an der Wiener Akademie bei Eduard Peithner von Lichtenfels. Nach der Goldenen Füger-Medaille ging er bis 1878 an die Düsseldorfer Akademie und vollendete seine Ausbildung in Paris bei Léon Bonnat. 1880 trat er dem Künstlerhaus bei. 1897 gründete er die Secession mit, 1902/03 war er ihr Präsident, 1905 trat er mit der Klimt-Gruppe aus.

Bernatzik war vor allem Landschaftsmaler, der im Freien arbeitete, und malte daneben Genrebilder; zu seinen Werken zählen „Hohlweg bei Dürnstein“ (1881), „Die Vision des heiligen Bernhard“ (1882) und „Teich“ (1900). Gemeinsam mit Julius Meier-Graefe organisierte er 1903 die vielbeachtete Impressionismus-Ausstellung der Secession. Sein Spätwerk wendet sich symbolistischen Themen zu. Er starb im November 1906 im Haus seines Bruders in der Hinterbrühl; 1907 zeigte die Galerie Miethke eine Gedächtnisausstellung.

Da Bernatzik früh starb, ist sein Werk begrenzt und im Handel selten. Zuschreibungen stützen sich auf Signatur, Ausstellungsnachweise des Künstlerhauses, der Secession und der Miethke-Ausstellung von 1907 sowie auf Vergleich mit Werken in öffentlichen Sammlungen. Studien aus dem Nachlass können unsigniert sein. Wachau-Motive wie Dürnstein und niederösterreichische Landschaften sind mit dokumentierten Bildern abzugleichen.

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