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Künstler: Internationale Moderne

Ferdinand Hodler

Maler, 1853–1918, Bern – Genf

Schweizer Maler des Parallelismus; die Wiener Secession verhalf ihm 1904 mit einer großen Werkgruppe zum Durchbruch.

Ferdinand Hodler wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Bern und Thun auf und lernte bei einem Vedutenmaler, ehe er in Genf bei Barthélemy Menn studierte. Mit „Die Nacht“ (1890), die in Genf aus einer Ausstellung entfernt wurde, fand er zu seiner symbolistischen Bildsprache. Die XIX. Ausstellung der Wiener Secession 1904 zeigte eine große Gruppe seiner Werke und brachte ihm internationalen Erfolg und Käufer in Wien. Er starb 1918 in Genf.

Hodler entwickelte den Parallelismus: die rhythmische Wiederholung ähnlicher Figuren und Formen, die eine geordnete, monumentale Wirkung erzeugt. Zu seinen Hauptwerken zählen „Der Auszug der Jenenser Studenten“ (1908/09) für die Universität Jena und Wandbilder für das Schweizerische Landesmuseum. Daneben malte er Bildnisse und Landschaften vom Genfer- und Thunersee und der Alpen. Der Zyklus über das Sterben seiner Gefährtin Valentine Godé-Darel (1914/15) gehört zu seinen eindringlichsten Arbeiten.

Das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft hat einen Werkkatalog der Gemälde herausgegeben, der Grundlage jeder Zuschreibung ist. Landschaften und Bildnisse sind ein Fälschungsfeld; Malgrund, Pinselführung und Herkunft sind zu prüfen. Aus Wiener Besitz können Werke stammen, die nach 1904 hier erworben wurden. Druckgrafik spielt bei ihm kaum eine Rolle, Lichtdrucke nach Gemälden sind verbreitet.

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