Georges Braque wuchs in Le Havre auf, lernte im Malerbetrieb seines Vaters und kam 1900 nach Paris. Nach einer fauvistischen Phase entwickelte er ab 1908 mit Pablo Picasso den Kubismus; 1912 erfand er das Papier collé, das Einkleben von Papieren ins Bild. 1915 erlitt er an der Front eine schwere Kopfverletzung. Danach malte er Stillleben, Interieurs und ab den 1950er Jahren Vögel. Er starb 1963 in Paris und erhielt ein Staatsbegräbnis.
Braques Druckgrafik umfasst kubistische Radierungen der Jahre um 1911/12, die Radierungen zu Hesiods „Theogonie“, im Auftrag Vollards 1932 begonnen und 1955 bei Maeght erschienen, und zahlreiche Farblithografien der Nachkriegszeit, oft bei Mourlot gedruckt. Die späten Blätter zeigen Vögel im Flug, Stillleben und Köpfe in kräftigen Farbflächen. Für die Galerie Maeght entstanden Lithografien für die Zeitschrift „Derrière le miroir“. Auch Schmuck und Keramik entstanden nach seinen Entwürfen.
Die Druckgrafik verzeichnet Dora Vallier (1982). Viele Lithografien erschienen in Zeitschriften ohne Signatur; signierte und nummerierte Blätter sind davon zu trennen. Reproduktionen „nach Braque“ und Plakate der Galerie Maeght sind verbreitet. Bei Gemälden und Papiers collés ist die Herkunft lückenlos zu belegen, da Fälschungen dokumentiert sind. Verlagsangaben im Impressum helfen bei Buchtafeln.
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