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Künstler: Internationale Moderne

Kees van Dongen

Maler, Grafiker, 1877–1968, Delfshaven – Paris – Monaco

Niederländischer Fauve und gefragter Porträtist der Pariser Gesellschaft der 1920er Jahre; Lithografien und Illustrationen ergänzen das Werk.

Kees van Dongen studierte in Rotterdam und zog 1897 nach Paris, wo er im Bateau-Lavoir neben Picasso wohnte und Zeichnungen für satirische Zeitschriften lieferte. 1905 stellte er mit den Fauves im Salon d'Automne aus. 1908 war er kurz mit der Dresdner „Brücke“ verbunden. In den 1920er Jahren wurde er zum gefragten Porträtisten von Schauspielerinnen, Aristokraten und Damen der Gesellschaft. 1929 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an. Er starb 1968 in Monaco.

Van Dongens Bilder zeigen Frauen mit großen, geschminkten Augen, Varietékünstlerinnen, Tänzerinnen und Bildnisse in leuchtendem Grün, Rot und Violett, mit schwarzen Konturen. In den 1920er Jahren wurde seine Malerei glatter und eleganter, im Geschmack des Art déco. Er illustrierte Bücher, etwa Victor Marguerittes „La Garçonne“, und schuf Lithografien und Radierungen. Reisen nach Spanien, Marokko und Ägypten lieferten weitere Motive. Die Bildnisse sind oft lebensgroß.

Gemälde van Dongens sind ein Fälschungsfeld, besonders Frauenköpfe; Zertifikate und Herkunft sind sorgfältig zu prüfen, ein Werkverzeichnis ist in Arbeit. Lithografien sind meist mit Bleistift signiert und nummeriert. Illustrierte Bücher erschienen in bibliophilen, nummerierten Ausgaben, aus denen Blätter gelöst werden. Reproduktionen der Frauenbildnisse sind verbreitet. Frühe Zeichnungen für satirische Zeitschriften sind ein eigenes Sammelgebiet.

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