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Kaukasus, Kasak-Gebiet, Südkaukasus

Karatschoph

Kasak-Untergruppe mit einem großen achteckigen Zentralmedaillon, umgeben von vier kleineren Achtecken an den Ecken des Feldes.

Karatschoph ist eine Untergruppe der Kasak, benannt nach einem Ort im Grenzraum zwischen Aserbaidschan und Armenien. Die meisten bekannten Stücke stammen aus dem späten 19. Jahrhundert. Der Typ ist durch einen festen Musteraufbau so klar bestimmt, dass die Literatur ihn als eigene Gruppe führt; andere Kasak-Untergruppen werden dagegen häufig nur nach Herkunftsangaben des Handels getrennt.

Kennzeichnend ist ein großes, achteckiges Zentralmedaillon, oft elfenbeinfarben oder grün, mit eingeschriebenem Stern oder Kreuz, umgeben von vier kleineren Achtecken an den Ecken des Feldes. Der Grund ist meist rot. Karatschoph-Teppiche haben Kette und Schuss aus Wolle, einen langen Flor und den symmetrischen Knoten, bei etwa 50.000 bis 110.000 Knoten/m². Die Formate sind nahezu quadratisch, etwa 1,5 × 2 m.

Karatschoph mit hellem Mittelmedaillon und Pflanzenfarben gehören zu den gefragten Kasak-Typen. Das helle Medaillon zeigt Verschmutzung und Ausblutungen deutlich und ist häufig stärker abgelaufen als der rote Grund. Typische Mängel sind außerdem eingesetzte Fremdstücke, gekürzte Enden und nachgefärbte Partien. Ein vollständiger Musteraufbau mit allen fünf Medaillons ist Voraussetzung für eine gute Bewertung.

Woran man es erkennt

  • Großes Achteck in der Mitte
  • Vier kleinere Achtecke an den Ecken
  • Roter Grund, helles oder grünes Medaillon
  • Langer Flor, Wollfundament
  • Nahezu quadratische Formate

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