Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Kaukasus, Abşeron, Aserbaidschan

Chila

Dorfgebiet auf der Halbinsel Abşeron bei Baku; Chila-Teppiche tragen meist Boteh- oder Afschan-Muster auf dunkelblauem Grund.

Chila ist ein Ort auf der Halbinsel Abşeron östlich von Baku und war im 19. Jahrhundert eines der Knüpfzentren der Baku-Gruppe. Die Teppiche wurden über Baku gehandelt und gelangten von dort nach Europa. Im Handel ist der Name vor allem mit zwei Mustern verbunden: großen Boteh-Reihen und dem Afschan-Muster aus gestreuten Blüten- und Blattformen. Beide Muster knüpften auch andere Dörfer der Halbinsel.

Chila-Teppiche haben eine Wollkette, einen Woll- oder Baumwollschuss und einen kurzen Flor; der symmetrische Knoten erreicht etwa 100.000 bis 200.000 Knoten/m². Typisch ist ein dunkelblauer Grund mit großen Boteh in Reihen oder mit einem Afschan-Feld aus Palmetten, Rosetten und gezackten Blättern. Die Farbpalette ist für den Kaukasus eher gedämpft: Blau, Hellblau, Elfenbein, Rot und Gelbbraun. Häufig sind Langformate.

Antike Chila aus dem 19. Jahrhundert sind selten und erscheinen oft mit dünn gelaufenem Flor; Knotenköpfe und Kette werden früh sichtbar. Häufig sind Kantenschäden, verkürzte Enden und Flicken. Ein deutlich erkennbares Afschan- oder Boteh-Feld mit Pflanzenfarben und vollständigen Bordüren erhält den Wert. Spätere Stücke aus sowjetischer Zeit zeigen dieselben Muster in härteren, synthetischen Farben.

Woran man es erkennt

  • Große Boteh in Reihen
  • Afschan-Feld aus Palmetten und Blättern
  • Dunkelblauer Grund
  • Für den Kaukasus eher gedämpfte Farben
  • Kurzer Flor, Langformate

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.