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Kaukasus, Südarmenien (Karabagh-Gruppe)

Chondzoresk

Karabagh-Untergruppe, benannt nach einem Dorf in Südarmenien; typisch sind Medaillons aus geschwungenen Wolkenbändern.

Chondzoresk bezieht sich auf das Dorf Khndzoresk im Süden der heutigen Republik Armenien, in der historischen Region Sangesur. Der Handel ordnet die Gruppe den Karabagh-Teppichen zu, nennt sie wegen des langen Flors und der kräftigen Farben aber oft Wolkenband-Kasak. Die meisten erhaltenen Stücke stammen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Wolkenbänder gehen auf chinesische Vorbilder zurück, die über persische Teppiche in den Kaukasus gelangten.

Kennzeichnend sind große, achteckige Medaillons, meist zwei oder drei übereinander, in denen geschwungene Wolkenbänder um ein kleines Zentrum kreisen. Die Bänder wirken wie sich windende Spiralen in Weiß, Gelb oder Blau auf dem roten Grund des Medaillons. Chondzoresk-Teppiche haben Kette und Schuss aus Wolle, einen langen, glänzenden Flor und den symmetrischen Knoten mit etwa 50.000 bis 120.000 Knoten/m². Typisch sind Langformate um 1,2 × 2,5 m.

Chondzoresk sind bei Sammlern gefragt, besonders mit fein gezeichneten Wolkenbändern und Pflanzenfarben. Häufige Mängel sind abgelaufene Felder, eingesetzte Partien und verkürzte Enden; lange Formate verziehen sich. Spätere Stücke aus der Zeit nach 1920 haben vereinfachte, steife Wolkenbänder und synthetische Farben. Auf dem Markt finden sich außerdem Nachknüpfungen des Musters mit Baumwollkette.

Woran man es erkennt

  • Medaillons mit geschwungenen Wolkenbändern
  • Zwei bis drei Medaillons übereinander
  • Langer, glänzender Flor
  • Wollfundament
  • Langformate

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