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Abrasch
Farbschwankungen innerhalb einer Farbfläche, entstanden durch unterschiedliche Färbepartien der Wolle; Kennzeichen handgefärbter Teppiche.
Abrasch, aus dem Türkischen und Persischen für gescheckt oder wolkig, bezeichnet die Farbunterschiede innerhalb einer eigentlich einfarbigen Fläche. Sie entstehen, wenn Knüpfer Wolle aus verschiedenen Färbepartien verwenden, etwa weil der Vorrat ausgeht und nachgefärbt wird. Bei Nomaden- und Dorfteppichen ist Abrasch häufig, weil dort kleine Mengen gefärbt wurden; in Werkstätten mit großen Färbepartien tritt er seltener auf.
Abrasch zeigt sich als waagrechte Bänder, die quer über das Feld laufen, da der Teppich Reihe für Reihe von unten nach oben geknüpft wird. Die Unterschiede betreffen Helligkeit und Farbton, etwa von hellem zu dunklem Blau oder von Rot zu Rostrot. Pflanzenfarben erzeugen weichere, ungleichmäßigere Abrasch-Zonen als synthetische Farben. Auch Wolle unterschiedlicher Herkunft nimmt Farbe verschieden an, was den Effekt verstärkt.
Natürlicher Abrasch gilt bei Sammlern als Merkmal handgefärbter Wolle und mindert den Wert nicht, sofern er das Gesamtbild nicht stört. Seit den 1980er Jahren wird Abrasch in Werkstattware gezielt erzeugt, etwa durch bewusst gemischte Garnpartien in Gabbeh oder Ziegler-Nachknüpfungen. Ungleichmäßiges Ausbleichen durch Sonne kann wie Abrasch wirken, verläuft aber meist nicht in Querbändern, sondern einseitig zur Lichtquelle.
Woran man es erkennt
- Querbänder unterschiedlicher Farbtiefe
- Ursache: verschiedene Färbepartien
- Häufig bei Nomaden- und Dorfteppichen
- Gezielt erzeugt in moderner Werkstattware
- Abgrenzung zu Lichtschäden
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