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Technik & Formate, Kaukasus, Persien, Anatolien, Zentralasien

Sumakh-Technik

Flachwebtechnik, bei der der Musterschuss um Kettfäden gewickelt wird; ergibt eine fischgratartige Oberfläche und lose Fadenenden auf der Rückseite.

Sumakh bezeichnet eine Technik der Schussumwicklung, die im Kaukasus, in Persien, Anatolien und Zentralasien verwendet wird. Der Name ist mit Schemacha in Schirwan verbunden, wo im 19. Jahrhundert großformatige Sumakh-Teppiche entstanden. Die Technik dient für ganze Teppiche, für Taschen und Mafrasch der Schahsawan und für Zierstreifen an Kelims und Florteppichen. Sie ist arbeitsaufwendiger als die Schlitzwirkerei und ergibt ein schwereres Gewebe.

Beim Sumakh wird der Musterschuss über eine Gruppe von meist vier Kettfäden nach vorne geführt und hinter zwei davon zurückgeschlungen, dann weiter; zwischen den Musterreihen liegen oft Grundschüsse. Wechselt die Wickelrichtung von Reihe zu Reihe, entsteht ein Fischgratmuster, bleibt sie gleich, ein schräges Rippenbild. Farbwechsel lassen lose Fadenenden auf der Rückseite zurück, die nicht vernäht werden. Das Gewebe ist dichter und fester als ein Kelim.

Sumakh-Gewebe lassen sich an der Rückseite sicher erkennen: Lose Fadenbündel und eine rauere Struktur unterscheiden sie von gewirkten Kelims. Typische Schäden sind gerissene Musterschüsse, die die Kette freilegen, Mottenfraß in den Fadenbündeln und verlorene Kanten. Die Restaurierung erfordert das Nachwickeln der Schüsse in der ursprünglichen Richtung. Maschinell gewebte Imitate haben eine glatte Rückseite ohne Fadenenden.

Woran man es erkennt

  • Musterschuss um Kettfäden gewickelt
  • Fischgratartige oder schräg gerippte Oberfläche
  • Lose Fadenenden auf der Rückseite
  • Fester als Kelim
  • Auch für Taschen und Zierstreifen

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.