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Material: Email, Steine & Schmuck

Türkis

Himmelblaues bis grünliches Kupfer-Aluminium-Phosphat aus Persien, Sinai und dem Südwesten der USA, häufig stabilisiert oder imitiert.

Türkis ist ein undurchsichtiges Mineral aus Kupfer, Aluminium und Phosphat, dessen Farbe von Himmelblau bis Grün reicht. Die berühmtesten Vorkommen liegen bei Nischapur im Iran, im Sinai und im Südwesten der USA. Der Name verweist auf den Handelsweg über die Türkei nach Europa. Im Biedermeier und im viktorianischen Schmuck setzten Goldschmiede kleine Türkiscabochons dicht nebeneinander, etwa für Vergissmeinnicht-Motive. Indianischer Silberschmuck aus Arizona und New Mexico zeigt große Türkise in kräftigen Fassungen.

Echter Türkis ist porös, oft von dunkler Matrix aus Muttergestein durchzogen und kann sich durch Hautfett grünlich verfärben. Stabilisierter Türkis ist mit Kunstharz getränkt und wirkt gleichmäßiger. Gefärbter Howlith und Magnesit imitieren Türkis; Kratzer an verdeckter Stelle zeigen weißes Material. Rekonstituierter Türkis aus gepresstem Pulver wirkt körnig. Kunststoff ist leicht und warm. Ein Tropfen Aceton löst Farbe von gefärbten Imitationen, schadet aber auch Kunstharzfüllungen.

Persischer Türkis in Biedermeierschmuck und alter indianischer Schmuck sind gesucht. Stabilisierte und rekonstituierte Steine haben geringeren Wert, Imitationen kaum einen. Verfärbte, grünlich gewordene Steine mindern den Wert eines Schmuckstücks. Bei unbekannten Stücken klärt eine gemmologische Prüfung das Material. Matrixreiche Steine aus bekannten Minen haben unter Sammlern einen eigenen Markt.

So prüfen Sie es

  • himmelblaue bis grüne Farbe
  • dunkle Matrix
  • Verfärbung durch Hautfett
  • weißes Material unter Farbe bei Howlith
  • körnige Struktur bei Pressware

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.