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Künstler: Internationale Moderne

Paula Modersohn-Becker

Malerin, Radiererin, 1876–1907, Dresden – Worpswede – Paris

Malerin der Worpsweder Künstlerkolonie und Wegbereiterin des Expressionismus; ihre wenigen Radierungen wurden auch posthum gedruckt.

Paula Becker wuchs in Bremen auf, nahm Malunterricht in London und Berlin und kam 1898 nach Worpswede. 1901 heiratete sie den Maler Otto Modersohn. Mehrere Aufenthalte in Paris ab 1900 brachten sie mit Cézanne, Gauguin und van Gogh in Berührung. Im November 1907 starb sie wenige Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde mit 31 Jahren. Das Paula Modersohn-Becker Museum in der Bremer Böttcherstraße wurde 1927 als erstes Museum für eine Malerin eröffnet.

Modersohn-Beckers Bilder zeigen Bäuerinnen, Kinder, Mütter, Selbstbildnisse und Stillleben in vereinfachten, schweren Formen und erdigen Farben. Ihr „Selbstbildnis am sechsten Hochzeitstag“ (1906) gilt als erstes Akt-Selbstbildnis einer Malerin. In den Jahren um 1900 entstanden rund ein Dutzend Radierungen mit Worpsweder Figuren. Zeichnungen in Kohle und Kreide sind zahlreich. Die Pariser Aufenthalte schlugen sich in klaren Konturen und flächiger Farbe nieder, die an Gauguin erinnern.

Gemälde sind im Werkverzeichnis von Günter Busch und Wolfgang Werner erfasst. Von ihren Radierplatten wurden nach ihrem Tod Abzüge hergestellt; Lebzeitabzüge sind selten. Zeichnungen aus dem Nachlass kommen vor und sind über Papier, Technik und Herkunft aus Worpsweder oder Bremer Besitz zu prüfen. Kunstdrucke ihrer Hauptwerke sind verbreitet. Das Bremer Museum bietet Vergleich.

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