Künstler: Impressionismus
Max Liebermann
Maler, Grafiker, 1847–1935, Berlin – Paris – Amsterdam
Berliner Hauptvertreter des deutschen Impressionismus, Präsident der Berliner Secession und der Preußischen Akademie der Künste.
Max Liebermann wurde 1847 in Berlin in eine jüdische Fabrikantenfamilie geboren und studierte in Weimar. Aufenthalte in Paris, Barbizon und immer wieder in Holland prägten ihn. 1898 wurde er Präsident der Berliner Secession, 1920 der Preußischen Akademie der Künste. 1933 legte er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten seine Ämter nieder. Er starb 1935 in Berlin; seine Witwe Martha nahm sich 1943 vor der Deportation das Leben.
Liebermanns frühe Bilder zeigen arbeitende Menschen in dunklen Tönen: „Die Gänserupferinnen“, „Netzflickerinnen“, das Amsterdamer Waisenhaus. Ab den 1890er-Jahren wurde seine Palette heller; er malte Strandszenen, Reiter am Meer, Polospieler und ab 1910 den Garten seines Sommerhauses am Wannsee. Er schuf Hunderte Radierungen und Lithografien sowie zahlreiche Bildnisse. Er malte in Öl auf Leinwand und arbeitete viel in Pastell und Kreide, mit raschem Strich.
Liebermann signierte mit „M. Liebermann“, oft mit Jahreszahl. Viele Werke wechselten nach 1933 unter Zwang den Besitzer; die Provenienz ist daher bei jedem Gemälde und jeder Zeichnung zu klären. Das Werkverzeichnis von Matthias Eberle ist maßgeblich. Radierungen und Lithografien sind im Handel häufiger als Gemälde; Auflagen und Signaturen mit Bleistift werden geprüft.
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