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Künstler: Internationale Moderne

Edvard Munch

Maler, Grafiker, 1863–1944, Løten – Kristiania – Berlin – Ekely

Norwegischer Maler des „Schrei“; seine Lithografien und Farbholzschnitte, gedruckt von zersägten Stöcken, prägten die Druckgrafik der Moderne.

Edvard Munch wuchs in Kristiania, dem heutigen Oslo, auf; Krankheit und Tod von Mutter und Schwester prägten seine Kindheit. 1892 löste eine Ausstellung im Verein Berliner Künstler einen Skandal aus und wurde vorzeitig geschlossen, was zur Gründung der Berliner Secession beitrug. In Berlin und Paris entstand der „Lebensfries“ mit Bildern über Liebe, Angst und Tod. 1908/09 begab er sich in eine Klinik in Kopenhagen. Ab 1916 lebte er auf seinem Anwesen Ekely bei Oslo, wo er 1944 starb.

Ab 1894 wurde die Druckgrafik für Munch ein gleichrangiges Medium. 1895 entstand die Lithografie „Der Schrei“, dazu „Madonna“, „Das kranke Kind“ und „Vampir“, teils in mehreren Farbfassungen. Für Farbholzschnitte zersägte er die Stöcke in Teile, färbte sie getrennt ein und setzte sie zum Druck wieder zusammen; die Holzmaserung bleibt sichtbar. Viele Motive variierte er über Jahrzehnte in Malerei, Radierung, Lithografie und Holzschnitt.

Die Druckgrafik verzeichneten Gustav Schiefler (1907 und 1928) und Gerd Woll (2001), die Gemälde ebenfalls Woll (2009). Munch druckte selbst oder mit Druckern in Kristiania, Berlin und Paris; Abzüge eines Motivs unterscheiden sich in Farbe und Zustand. Viele Platten und Stöcke liegen im Munch-Museum in Oslo, das bei der Prüfung hilft. Reproduktionen des „Schrei“ sind unzählig und von Originalen über Papier und Druckbild leicht zu trennen.

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