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Künstler: Klassizismus & Biedermeier-Architektur

Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg

Architekt, Hofarchitekt, Theatermaler, 1733–1816, Wien

Hofarchitekt unter Maria Theresia und Joseph II.; Gloriette, Römische Ruine und Obeliskbrunnen in Schönbrunn, Palais Fries-Pallavicini am Josefsplatz.

Johann Ferdinand Hetzendorf, 1733 in Wien geboren, begann als Theater- und Dekorationsmaler und wandte sich dann der Architektur zu. Er wurde mit dem Prädikat „von Hohenberg“ geadelt, lehrte an der Wiener Akademie und war Hofarchitekt unter Maria Theresia und Joseph II. Er starb 1816 in Wien.

Für den Schlosspark von Schönbrunn entwarf er 1775 die Gloriette auf dem Hügel gegenüber dem Schloss, 1777 den Obeliskbrunnen und 1778 die Römische Ruine; 1780 folgte der Neptunbrunnen mit Figuren von Johann Christian Wilhelm Beyer. In der Stadt baute er 1783/84 für den Bankier Johann von Fries das Palais am Josefsplatz, das spätere Palais Pallavicini, und gab der Augustinerkirche 1784/85 ein gotisierendes Inneres. Seine Bauten verbinden spätbarocke Großform mit klassizistischem Dekor.

Die Schönbrunner Parkbauten gehörten zu den beliebtesten Motiven der Wiener Vedutisten. Johann Ziegler und Carl Schütz stachen sie für die Ansichtenfolgen von Artaria & Comp., später schmückten sie Biedermeier-Tassen der Wiener Porzellanmanufaktur und Aquarelle. Bei kolorierten Umrissradierungen ist zu prüfen, ob die Kolorierung aus der Entstehungszeit stammt; späte Abzüge von abgenutzten Platten zeigen schwächere Linien.

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