Wiener Empire im 1. Bezirk, 1010 Wien
Wiener Empire in der Inneren Stadt: Danhauser im MAK
Danhausers Entwürfe im MAK und die Prunkräume der Albertina zeigen das Wiener Empire der Kongresszeit – Vergleich für Möbel aus Innenstadtwohnungen.
Im MAK am Stubenring liegen Entwurfszeichnungen der Danhauser’schen Möbelfabrik, die Joseph Ulrich Danhauser 1804 gründete und die Möbel, Bronzen und ganze Ausstattungen lieferte. Wie solche Räume wirkten, zeigen die Prunkräume der Albertina mit ihrer Einrichtung der 1820er-Jahre. Die Innere Stadt war der Ort der Aufträge: Zum Wiener Kongress 1814/15 wurden zahlreiche Palais neu ausgestattet, obwohl der Staatsbankrott von 1811 zu sparsameren Lösungen zwang – weniger Bronze, mehr Schnitzerei und Schwarzbeize.
Möbel des Wiener Empire erkennt man an geschnitzten und vergoldeten statt gegossenen Applikationen, an schwarz gebeizten Teilen, die Ebenholz imitieren, und an Mahagoni- oder Nussfurnier auf Weichholz. Danhauser-Stücke lassen sich mit den Zeichnungen im MAK abgleichen. Aus Ringstraßen- und Altbauwohnungen kommen Sitzgarnituren, Sekretäre, Spiegel und Uhren dieser Jahre; große Stücke vermessen wir bei der Besichtigung, weil enge Stiegenhäuser den Abtransport bestimmen.
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