Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Material: Textil & Kunststoffe

Pelz

Gegerbte Tierfelle für Mäntel, Stolen und Besatz, bewertet nach Tierart, Verarbeitung und Zustand und teils artengeschützt.

Pelze bestehen aus gegerbten Tierfellen mit Haar. Kürschner verarbeiteten Nerz, Persianer, Fuchs, Zobel, Biber, Bisam, Kanin und Waschbär zu Mänteln, Jacken, Stolen, Kappen und Besätzen. Wien hatte im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Kürschnereien, deren Etiketten sich in Mänteln finden. Persianer aus dem Fell junger Karakullämmer war in der Nachkriegszeit besonders verbreitet. Felle von Großkatzen wie Leopard und Ozelot wurden bis in die 1970er-Jahre verarbeitet, heute ist ihr Handel stark eingeschränkt.

Echter Pelz zeigt beim Auseinanderblasen der Haare die Lederseite mit dichter Unterwolle; Kunstpelz hat ein Gewebe als Grundlage. Das Leder sollte geschmeidig sein, brüchiges Leder reißt bei leichtem Zug. Etiketten nennen Kürschner und oft die Fellart. Haarausfall, Verfärbungen an Kragen und Ärmeln und Mottenfraß sind häufig. Zusammengesetzte Felle zeigen auf der Innenseite Nähte in Streifen. Gerüche nach Mottenpulver sind typisch für lange gelagerte Stücke.

Der Markt für gebrauchte Pelze ist schwach; nur gut erhaltene Stücke aus Zobel, Luchs oder Nerz in modernen Schnitten finden Interesse. Persianer und Fuchs der Nachkriegszeit haben meist geringen Wert. Felle geschützter Arten erfordern Nachweise. Brüchiges Leder lässt sich nicht retten und macht ein Stück unverkäuflich.

So prüfen Sie es

  • Lederseite mit dichter Unterwolle
  • geschmeidiges oder brüchiges Leder
  • Kürschner-Etikett
  • Nahtstreifen auf der Innenseite
  • Mottenfraß und Haarausfall

Felle geschützter Arten, etwa von Großkatzen wie Leopard oder Ozelot, unterliegen dem Artenschutz (CITES, VO (EG) 338/97); ein Ankauf ist nur mit Nachweis über den legalen Erwerb möglich. Robbenerzeugnisse dürfen in der EU grundsätzlich nicht in Verkehr gebracht werden (VO (EG) 1007/2009).

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.