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Material: Email, Steine & Schmuck

Rubin

Roter Korund, gefärbt durch Chrom, nach Diamant das härteste Edelsteinmineral; synthetischen Rubin gibt es seit 1902.

Rubin ist die rote Varietät des Minerals Korund, gefärbt durch Chrom. Mit Mohshärte 9 ist er nach Diamant der härteste Edelstein. Die bedeutendsten Lagerstätten liegen in Myanmar um Mogok, weitere in Thailand, Sri Lanka, Mosambik und Madagaskar. 1902 stellte Auguste Verneuil synthetischen Rubin im Flammenschmelzverfahren her, der seither in Schmuck und als Lagerstein in Uhrwerken verwendet wird. Viele natürliche Rubine sind wärmebehandelt, um Farbe und Klarheit zu verbessern.

Echte Rubine zeigen unter der Lupe feine Einschlüsse, oft Nadeln oder Schleier. Verneuil-Synthesen weisen gebogene Wachstumslinien und runde Gasbläschen auf, die bei natürlichen Steinen fehlen. Bleiglasgefüllte Rubine, seit den 2000er-Jahren verbreitet, zeigen Glasblasen und Farbblitze in Rissen. Granat und rotes Glas sind weicher und wirken anders. Unter UV-Licht leuchten viele Rubine rot. Uhren tragen Angaben wie „17 Rubis“ für synthetische Lagersteine.

Natürliche, unbehandelte Rubine guter Farbe sind selten und gesucht, ein Laborzertifikat ist bei größeren Steinen unverzichtbar. Synthetische Rubine in altem Schmuck sind häufig und haben geringen Wert. Glasgefüllte Steine werden kaum gehandelt. Bei solchen Stücken kann die Fassung wertvoller sein als der Stein.

So prüfen Sie es

  • rote Farbe mit feinen Nadeleinschlüssen
  • gebogene Wachstumslinien bei Synthesen
  • Gasbläschen bei Verneuil-Rubinen
  • Glasblasen bei bleiglasgefüllten Steinen
  • rote Fluoreszenz unter UV

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.