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Künstler: Internationale Moderne

Tamara de Lempicka

Malerin, 1898–1980, Warschau – Paris – New York – Cuernavaca

Malerin des Art déco; ihr „Selbstbildnis im grünen Bugatti“ (1929) ist weltbekannt, Originalgrafik gibt es kaum, Reproduktionen unzählige.

Tamara de Lempicka, geboren als Tamara Rozalia Gurwik-Górska, wuchs in Warschau und St. Petersburg auf und floh nach der Revolution 1918 nach Paris. Dort studierte sie bei Maurice Denis und André Lhote. In den 1920er und 1930er Jahren wurde sie zur Porträtistin der Pariser Gesellschaft. 1939 übersiedelte sie mit ihrem zweiten Mann, Baron Raoul Kuffner, in die USA. Ihr Werk geriet nach 1945 in Vergessenheit und wurde ab den 1970er Jahren wiederentdeckt. Sie starb 1980 in Cuernavaca.

Lempickas Bilder zeigen Frauen und Männer mit glänzenden, metallisch modellierten Körpern, scharf geschnittenen Faltenwürfen und Großstadtkulissen, eine Verbindung aus Kubismus Lhote'scher Prägung und Renaissancemalerei. Das „Selbstbildnis im grünen Bugatti“ (1929) erschien als Titelbild der Zeitschrift „Die Dame“. Neben Bildnissen malte sie Akte und Stillleben, später auch abstrakte Bilder. Ihre Tochter Kizette war ein häufiges Modell. Die Farben sind auf wenige kühle Töne mit leuchtenden Akzenten reduziert.

Das Werkverzeichnis von Alain Blondel ist maßgeblich. Originale Druckgrafik von Lempicka gibt es praktisch nicht; Drucke mit ihrem Namen sind Reproduktionen, auch wenn sie nummeriert oder „signiert“ sind. Gemälde sind selten und ein Fälschungsfeld. Plakate und Kunstdrucke sind in großer Zahl verbreitet und haben dekorativen Wert. Katalogabbildungen dienen dem Vergleich.

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