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Künstler: Internationale Moderne

Henri Matisse

Maler, Grafiker, Bildhauer, 1869–1954, Le Cateau-Cambrésis – Paris – Nizza

Hauptfigur des Fauvismus; Radierungen, Lithografien und das Künstlerbuch „Jazz“ (1947) sind die Matisse-Arbeiten, denen man außerhalb von Museen begegnet.

Henri Matisse studierte zunächst Jus, dann Malerei bei Gustave Moreau in Paris. Im Salon d'Automne 1905 stellte er mit André Derain und Maurice de Vlaminck jene Bilder aus, die der Kritik den Namen „Fauves“, die Wilden, eingaben. Ab 1917 lebte er überwiegend in Nizza. Nach einer schweren Operation 1941 arbeitete er vor allem mit Scherenschnitten aus gouachiertem Papier. 1948–1951 gestaltete er die Rosenkranzkapelle in Vence. Er starb 1954 in Nizza.

Matisse radierte, lithografierte und schnitt Linol; die Druckgrafik konzentriert sich auf Akte, Odalisken und Gesichter in einer reduzierten, sicheren Linie. Für Künstlerbücher wie die „Poésies“ von Mallarmé (1932) entstanden Radierungen. „Jazz“ erschien 1947 bei Tériade mit 20 Tafeln im Schablonendruck nach seinen Papierausschnitten. Viele Lithografien und Kunstdrucke nach Matisse wurden in der Zeitschrift „Verve“ gedruckt und später aus Heften gelöst.

Die Druckgrafik verzeichnen Marguerite Duthuit-Matisse und Claude Duthuit (1983), die illustrierten Bücher Claude Duthuit (1988). Echte Blätter tragen meist eine Bleistiftsignatur „Henri Matisse“ und eine Nummerierung. Tafeln aus „Jazz“ und „Verve“ ohne Signatur sind Teile von Büchern und Zeitschriften, keine Einzelgrafik; Nachdrucke von „Jazz“ aus späteren Jahrzehnten sind von der Ausgabe 1947 zu unterscheiden. Posthume Plakate nach Matisse sind Offsetdrucke.

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