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Künstler: Expressionismus

Fritz Schwarz-Waldegg

Maler, Grafiker, 1889–1942, Wien

Expressionistischer Landschafter und Präsident des Hagenbunds 1925–1927; 1942 deportiert und ermordet.

Fritz Schwarz-Waldegg begann mit 17 Jahren an der privaten Malschule von David Kohn und studierte dann an der Wiener Akademie bei Christian Griepenkerl und Rudolf Bacher. Nach der Begegnung mit Egon Schiele und Oskar Kokoschka trat er dem Hagenbund bei, den er 1925–1927 als Präsident führte. Im Ersten Weltkrieg diente er in Italien und malte Kampfszenen. Nach 1938 durfte er weder ausstellen noch Aufträge annehmen. Im August 1942 wurde er verhaftet und nach Maly Trostinec deportiert, wo er ermordet wurde.

Nach dem Krieg hielt er sich in Kopenhagen, Rom und Paris auf und reiste später mit der Kunsthändlerin Lea Járay-Bondi nach Spanien und Bosnien. Seine Landschaften, Stadtansichten, Bildnisse und Akte verbinden expressive Farbe mit kubistisch gebrochenen, kantigen Formen. Neben Ölbildern schuf er zahlreiche Aquarelle. Das Jüdische Museum Wien zeigte 2009 eine Retrospektive mit 25 Gemälden und 70 Aquarellen. Die Retrospektive machte sein Werk nach Jahrzehnten wieder bekannt.

Viele Werke gingen verloren, als Schwarz-Waldegg nach 1938 sein Atelier räumen musste; erhaltene Arbeiten haben daher oft eine lückenhafte Herkunft, die vor jedem Ankauf geklärt werden muss. Aquarelle sind häufiger als Ölbilder. Ausstellungsetiketten des Hagenbunds und Vergleich mit dem Katalog von 2009 helfen bei der Zuordnung. Signatur und Jahreszahl werden mit den publizierten Arbeiten verglichen.

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