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Künstler: Expressionismus

Sebastian Isepp

Maler, Restaurator, 1884–1954, Nötsch im Gailtal – Wien – London

Maler des Nötscher Kreises, 1925–1936 Restaurator am Kunsthistorischen Museum und ab 1938 an der National Gallery in London.

Sebastian Isepp wurde 1884 in Nötsch im Gailtal geboren und begann 1903 sein Studium an der Wiener Akademie. Mit Franz Wiegele und Anton Kolig gehörte er zum Kern des Nötscher Kreises und war ein wichtiges Mitglied der Neukunstgruppe. Von 1908 bis 1918 stellte er in der Secession aus. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er 1915–1918 und wurde schwer verwundet. Danach gab er die eigene Malerei auf und arbeitete 1925–1936 als Restaurator am Kunsthistorischen Museum. 1938 ging er nach England. Er starb 1954 in London.

Isepps malerisches Werk ist klein und umfasst vor allem Landschaften des Gailtals und des Dobratsch, daneben Bildnisse und Stillleben. Die Landschaften zeigen eine an Cézanne geschulte, aus Farbflächen gebaute Ordnung mit gedämpfter Palette. Die meisten Arbeiten entstanden zwischen 1909 und dem Kriegsbeginn. In London arbeitete er als Restaurator für die National Gallery. Seine Kenntnis von Malgründen, Firnissen und alten Techniken unterscheidet ihn von den übrigen Malern des Kreises.

Gemälde von Isepp sind sehr selten; Zuschreibungen stützen sich auf Herkunft aus Kärntner Familienbesitz und auf Vergleich mit Werken im Museum des Nötscher Kreises. Landschaften der Region ohne Signatur werden gelegentlich den Nötscher Malern zugeordnet, ohne dass sich das belegen lässt. Restaurierungsspuren auf seinen eigenen Bildern sind kein Gegenargument, da er selbst als Restaurator arbeitete.

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