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Ringstraßenstil im 1. Bezirk, 1010 Wien

Ringstraßenstil in der Inneren Stadt: Palais Ephrussi und Epstein

Am 1. Mai 1865 wurde die Ringstraße eröffnet; an ihr bauten Bankiers und Industrielle Mietpalais wie Ephrussi und Epstein neben Oper, Parlament und Rathaus.

Mit dem Handschreiben Kaiser Franz Josephs vom 20. Dezember 1857 begann der Abbruch der Mauern; am 1. Mai 1865 wurde die Ringstraße eröffnet. Auf dem frei gewordenen Glacis entstanden in wenigen Jahrzehnten Staatsoper, Parlament, Rathaus, Universität, Burgtheater, Hofmuseen und Börse, dazu Hunderte Palais. Bankiersfamilien wie Ephrussi, Epstein und Todesco ließen Mietpalais mit Beletage-Wohnungen errichten, entworfen von Theophil Hansen und anderen Architekten. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurden viele dieser Familien enteignet und vertrieben.

Ringstraßeninterieurs kommen bis heute in Verlassenschaften an: Speisezimmer und Salons in Neorenaissance, Luster von J. & L. Lobmeyr, Tafelsilber mit Wiener Punzen, Porzellanservice, Gemälde in Prunkrahmen, Bibliotheken mit Lederbänden. Raumhöhen von über vier Metern bestimmten die Möbelmaße; manche Kästen und Vitrinen lassen sich nur zerlegt transportieren. Bei Beständen aus Häusern, deren Bewohner nach 1938 enteignet wurden, ist die Provenienz Voraussetzung jedes Ankaufs. Ensembles bewerten wir als Ganzes und in Einzelteilen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.