Manufaktur: Musikinstrumente
Wiener Geigenbau
Wien, 17. Jahrhundert bis um 1900
Sammeleintrag zu den Wiener Geigen- und Lautenmachern vom Barock bis um 1900, darunter Stadlmann, Thir, Sawicki, Stauffer, Lemböck und Zach.
Wien war vom 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert ein Zentrum des Streich- und Zupfinstrumentenbaus. Im Barock arbeiteten hier die Familien Stadlmann, darunter Daniel Achatius Stadlmann, und Thir, deren Geigen und Bratschen dem Modell des Tiroler Meisters Jakob Stainer folgten. Im 19. Jahrhundert orientierten sich Meister wie Nikolaus Sawicki und Gabriel Lemböck an Stradivari und Guarneri. Johann Georg Stauffer baute Gitarren und das Arpeggione; bei ihm arbeitete Christian Frederick Martin, bevor er in die USA ging.
Gesucht sind Violinen, Bratschen, Violoncelli und Kontrabässe Wiener Meister mit Originalzettel, Gitarren und Lauten von Stauffer und seinen Zeitgenossen, Viole d'amore und andere Barockinstrumente, Bögen sowie Werkstattnachlässe mit Formen, Modellen und Werkzeug. Instrumente aus Wiener Werkstätten des 18. Jahrhunderts zeigen oft eine hohe Wölbung nach Tiroler Vorbild, Lacke in Goldbraun und Rotbraun und sorgfältig geschnittene Schnecken. Carl Zach führte die Tradition um 1900 fort.
Geigenzettel sind kein Echtheitsbeweis: In Markneukirchen, Schönbach und Mittenwald entstanden Tausende Fabrikgeigen mit nachgedruckten Zetteln berühmter Meister, auch mit Wiener Namen. Die Zuschreibung stützt sich auf Bauweise, Holz, Lack, Wölbung, Schnecke und f-Löcher, oft mit Unterstützung eines Geigenbauers. Wir prüfen Risse, Stimmstockriss, Halsansatz und Reparaturen. Eine dendrochronologische Untersuchung der Decke grenzt das Fälldatum des Holzes ein und kann eine Zuschreibung stützen oder ausschließen.
Entwerfer & Personen
- Daniel Achatius Stadlmann
- Johann Georg Thir
- Nikolaus Sawicki
- Gabriel Lemböck
- Johann Georg Stauffer
- Christian Frederick Martin
- Carl Zach
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Ebenfalls: Musikinstrumente
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- Bechsteinseit 1853
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- Blüthnerseit 1853
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- Ehrbarab 1855
- Hohnerseit 1857
- Wiener Klavierbauer des Biedermeierum 1780–1850
- Markneukirchner Instrumentenbauseit 1677
- Mittenwalder Geigenbauseit um 1685
- Petrofseit 1864
- Steinway & Sonsseit 1853
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