Manufaktur: Musikinstrumente
Mittenwalder Geigenbau
Mittenwald (Oberbayern), seit um 1685
Sammeleintrag zum Geigenbau in Mittenwald, begründet von Matthias Klotz um 1685, mit Werkstätten, Verlegern und einer Geigenbauschule seit 1858.
Matthias Klotz, der seine Ausbildung in Italien erhalten haben soll, ließ sich um 1685 in Mittenwald im Werdenfelser Land nieder und begründete dort den Geigenbau. Seine Söhne und Enkel, darunter Sebastian und Aegidius Klotz, bauten eine Tradition auf, die im 18. und 19. Jahrhundert Hunderte Geigenmacher und Verleger beschäftigte. Verlagshäuser wie Neuner & Hornsteiner vertrieben Instrumente in großen Stückzahlen. 1858 entstand die Geigenbauschule, die bis heute ausbildet; ein Museum dokumentiert die Geschichte.
Gesucht sind Violinen, Bratschen und Violoncelli der Familie Klotz aus dem 18. Jahrhundert, Instrumente namentlich bekannter Mittenwalder Meister, Verlagsinstrumente von Neuner & Hornsteiner, Zithern und Gitarren aus Mittenwalder Werkstätten sowie Bögen. Mittenwalder Geigen des 18. Jahrhunderts zeigen oft eine Wölbung nach Stainer, Fichtendecken aus den umliegenden Bergwäldern und Ahornböden. Viele Instrumente dienten als Schul- und Orchesterinstrumente und wurden entsprechend oft repariert.
Klotz-Zettel sind besonders häufig nachgedruckt; viele Instrumente mit der Aufschrift „Mathias Klotz“ stammen aus späterer Serienfertigung. Die Zuschreibung stützt sich auf Bauweise, Lack, Holz, Schnecke und Randarbeit. Wir prüfen Risse, Stimmstockriss, Halsansatz, Bassbalken und Reparaturen sowie Griffbrett und Wirbel. Verlagsinstrumente mit Brandstempel lassen sich besser zuordnen als Instrumente mit losem Zettel. Originale Kästen und Bögen bewerten wir gesondert. Eine Untersuchung durch einen Geigenbauer klärt Zweifelsfälle.
Entwerfer & Personen
- Matthias Klotz
- Sebastian Klotz
- Aegidius Klotz
Mittenwalder Geigenbau verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
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- Steinway & Sonsseit 1853
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