Manufaktur: Musikinstrumente
August Förster
Löbau (Sachsen) – Georgswalde (Jiříkov), seit 1859
Klavierfabrik aus Löbau in Sachsen, 1859 von August Förster gegründet, mit Zweigwerk in Böhmen und einem Vierteltonflügel nach Alois Hába.
August Förster gründete 1859 in Löbau in der Oberlausitz eine Klavierwerkstatt, die zu einer der großen sächsischen Klavierfabriken wuchs. 1900 eröffnete die Firma ein Zweigwerk in Georgswalde, heute Jiříkov, in Böhmen, das nach 1945 als eigener Betrieb verstaatlicht wurde. In den 1920er-Jahren baute Förster nach den Vorstellungen des tschechischen Komponisten Alois Hába einen Vierteltonflügel mit mehreren Manualen. Das Löbauer Werk wurde in der DDR verstaatlicht und nach 1990 an die Familie zurückgegeben.
Gesucht sind Flügel und Pianinos aus der Zeit vor 1939, Salonflügel in Gehäusen aus Palisander und Nussholz, Pianinos mit Jugendstilgehäuse, Instrumente aus dem böhmischen Zweigwerk mit Georgswalder Signatur und Konzertflügel. Instrumente aus DDR-Produktion sind häufig und gelten als solide Spielinstrumente. In Österreich finden sich viele Förster-Pianinos aus der Zeit der Monarchie, als das Werk in Georgswalde zum selben Wirtschaftsraum gehörte und ohne Zollgrenze lieferte.
Förster-Instrumente tragen den Schriftzug „August Förster“ mit Ortsangabe Löbau oder Georgswalde und eine Seriennummer an Rahmen oder Resonanzboden. Resonanzboden, Stimmstock, Mechanik und Gehäuse prüfen wir einzeln; Risse, schwergängige Tasten und Mottenfraß an Filzen sind häufig. Ein Pianino mit gutem Spielzustand findet als Instrument neue Besitzer; bei schweren Schäden bleibt vor allem der Wert des Gehäuses. Bei Flügeln klären wir vorab Zugang, Stiegenhaus und Transportweg. Die Seriennummer erlaubt über Listen eine Datierung.
Entwerfer & Personen
- August Förster
- Alois Hába
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