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Künstler: Internationale Moderne

René Magritte

Maler, 1898–1967, Lessines – Paris – Brüssel

Belgischer Surrealist der Pfeife, die keine Pfeife ist; Originalgrafik gibt es wenig, Reproduktionen und posthume Editionen umso mehr.

René Magritte wuchs im Hennegau auf; der Suizid seiner Mutter 1912 prägte seine Jugend. Er studierte an der Brüsseler Akademie und arbeitete als Tapetenzeichner und Werbegrafiker. 1927–1930 lebte er in Paris im Kreis der Surrealisten um André Breton, danach wieder in Brüssel. 1929 entstand „La trahison des images“ mit der Inschrift „Ceci n'est pas une pipe“. In der Nachkriegszeit wurde er international bekannt. Er starb 1967 in Brüssel.

Magrittes Bilder setzen alltägliche Dinge – Pfeifen, Äpfel, Melonenhüte, Wolken, Fenster – in widersprüchliche Zusammenhänge und befragen das Verhältnis von Bild, Wort und Wirklichkeit. Die Malweise ist glatt und sachlich, fast werbegrafisch. Er malte Motive oft in mehreren Fassungen. Druckgrafik von seiner Hand ist selten; einige Lithografien und Radierungen entstanden spät, vieles erschien als Reproduktion. Er übernahm auch Werbeaufträge und gestaltete Notenblätter.

Das fünfbändige Werkverzeichnis von David Sylvester ist maßgeblich. Nach Magrittes Tod erschienen zahlreiche Lithografien und Serigrafien nach seinen Motiven mit Nachlassvermerken; sie sind keine Originalgrafik im engeren Sinn. Plakate und Kunstdrucke sind sehr verbreitet. Gemälde und Gouachen sind ein Fälschungsfeld, die Fondation Magritte in Brüssel gibt Auskunft. Werbegrafik der 1920er Jahre ist ein eigenes Sammelgebiet.

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