Otto Wagner im 14. Bezirk, 1140 Wien
Otto Wagner in Penzing: Steinhof und die Villen in Hütteldorf
1841 in Penzing geboren, baute Wagner hier zwei eigene Villen und die Kirche am Steinhof – frühe und späte Bauten in seinem Geburtsbezirk.
Otto Wagner kam 1841 in Penzing zur Welt, und in diesem Bezirk liegen drei seiner persönlichsten Bauten. In der Hüttelbergstraße errichtete er 1886 bis 1888 die erste Villa Wagner als Landhaus mit Säulenportikus, heute Ernst Fuchs Museum; daneben folgte 1912/13 die kleine, kubische Villa Wagner II. Dazwischen entstand auf der Baumgartner Höhe 1904 bis 1907 die marmorverkleidete Kirche am Steinhof unter ihrer goldenen Kuppel, für die Patienten der Heil- und Pflegeanstalt mit Rücksicht auf Reinigung und Sicherheit geplant.
Penzinger Villen am Wienerwaldrand bewahren oft Einrichtungen aus der Zeit um 1900; Jugendstil-Möbel, Leuchten, Glas und Metallarbeiten aus dem Umkreis der Wagner-Schule sind dort eher zu erwarten als in den Zinshausvierteln. Für Zuschreibungen an Wagner brauchen wir belegbare Herkunft, Pläne oder Fotos; Stücke „im Stil“ sind häufiger und haben eigenen Wert. Das Ernst Fuchs Museum erweitert das Feld um den Phantastischen Realismus. Bei Jagdtrophäen und Waffen aus Villenbeständen beachten wir Artenschutz und Waffenrecht.
Otto Wagner in anderen Bezirken
Innere Stadt
Postsparkasse am Georg-Coch-Platz (1904–1906 und 1910–1912) und Ankerhaus am Graben 10 (1894/95).
Mariahilf
Wohnhäuser Linke Wienzeile 38 und 40, das „Majolikahaus“ (1898/99).
Neubau
Wohnhäuser Neustiftgasse 40 und Döblergasse 4 (1909–1912), in Döblergasse 4 lag Wagners letzte Wohnung.
Hietzing
Hofpavillon der Stadtbahn bei Schönbrunn (1899).
Landstraße
Wohnhäuser am Rennweg 1–5 (1889–1891), Wagner wohnte in Nr. 3.
Döbling
Wehr- und Schleusenanlage am Donaukanal in Nussdorf (1894–1898).
Wieden
Entwarf die Stadtbahnpavillons am Karlsplatz (1898/99).
Alsergrund
Entwarf die Stadtbahnstationen an Rossauer Lände und Währinger Straße.
Ottakring
Baute die Stadtbahnbögen und Stationen am Lerchenfelder Gürtel.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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