Otto Wagner im 1. Bezirk, 1010 Wien
Otto Wagner in der Inneren Stadt: Ankerhaus und Postsparkasse
Am Graben baute Wagner 1894/95 das Ankerhaus, am Georg-Coch-Platz in zwei Etappen 1904–1906 und 1910–1912 die Postsparkasse.
Zwei Bauten zeigen Otto Wagners Weg in der Altstadt. Das Ankerhaus am Graben 10, 1894/95 für die Versicherung Der Anker errichtet, öffnet die unteren Geschoße mit großen Glasflächen für Geschäfte; im selben Jahr 1894 übernahm Wagner seine Professur an der Akademie. Ein Jahrzehnt später entstand am Georg-Coch-Platz die Postsparkasse, in zwei Etappen 1904 bis 1906 und 1910 bis 1912, mit Marmorplatten, sichtbaren Bolzenköpfen und glasgedeckter Kassenhalle. Gegenüber steht Ludwig Baumanns Kriegsministerium, dahinter beginnt das Stubenviertel.
Wagner entwarf Möbel, Leuchten und Geräte für seine Bauten; Postsparkassen-Möbel wurden in Bugholz serienmäßig hergestellt und tauchen mit Herkunft aus Ämtern und Büros auf. Gesucht sind außerdem seine Publikationen – „Moderne Architektur“ (1896), die Bände „Einige Skizzen, Projekte und ausgeführte Bauwerke“ – und die Hefte der Wagner-Schule. Bei Druckwerken prüfen wir Auflage, Tafeln und Einband, bei Möbeln Stempel, Beschläge und Konstruktion. Fotos genügen vorab, die Besichtigung ist kostenlos.
Otto Wagner in anderen Bezirken
Mariahilf
Wohnhäuser Linke Wienzeile 38 und 40, das „Majolikahaus“ (1898/99).
Neubau
Wohnhäuser Neustiftgasse 40 und Döblergasse 4 (1909–1912), in Döblergasse 4 lag Wagners letzte Wohnung.
Penzing
Kirche am Steinhof (1904–1907) sowie Villa Wagner I und II in der Hüttelbergstraße (1886–1888 und 1912/13).
Hietzing
Hofpavillon der Stadtbahn bei Schönbrunn (1899).
Landstraße
Wohnhäuser am Rennweg 1–5 (1889–1891), Wagner wohnte in Nr. 3.
Döbling
Wehr- und Schleusenanlage am Donaukanal in Nussdorf (1894–1898).
Wieden
Entwarf die Stadtbahnpavillons am Karlsplatz (1898/99).
Alsergrund
Entwarf die Stadtbahnstationen an Rossauer Lände und Währinger Straße.
Ottakring
Baute die Stadtbahnbögen und Stationen am Lerchenfelder Gürtel.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular