Otto Kallir im 1. Bezirk, 1010 Wien
Otto Kallir in der Inneren Stadt: die Neue Galerie von 1923
1923 gründete Kallir in der Grünangergasse die Neue Galerie; 1930 legte er das erste Werkverzeichnis Egon Schieles vor, 1938 musste er emigrieren.
In der Grünangergasse eröffnete Otto Kallir, geboren als Otto Nirenstein, 1923 die Neue Galerie. Er zeigte Egon Schiele, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Alfred Kubin und machte 1931 das Werk des fast vergessenen Richard Gerstl bekannt. 1930 erschien sein Verzeichnis der Gemälde Schieles, das erste überhaupt. Nach dem „Anschluss“ musste Kallir 1938 emigrieren; über Paris kam er nach New York, wo er 1939 die Galerie St. Etienne eröffnete. In derselben Gasse gründete Otto Mauer 1954 die Galerie St. Stephan, nicht weit vom Stephansdom.
Ein Etikett der Neuen Galerie auf der Rückseite eines Bildes oder Blattes ist ein wichtiger Herkunftsnachweis – und zugleich Anlass zur Provenienzprüfung, weil viele Sammler dieses Kreises nach 1938 enteignet wurden. Schiele-Werke werden bis heute mit Nummern des Kallir-Werkverzeichnisses zitiert. Wir prüfen Etiketten, Stempel, Signaturen und Papier und vergleichen mit Katalogen. Kataloge der Neuen Galerie selbst sind gesuchte Druckwerke. Für Grafik der Wiener Moderne aus Altstadtwohnungen genügen vorab Aufnahmen von Blatt und Rückseite.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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