China, Tibet & Nepal, Peking, China
Peking-Teppiche
Chinesische Teppiche des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus Peking, meist in Blau und Elfenbein, mit Drachen, Symbolen und offenem Feld.
Peking war unter der Qing-Dynastie Sitz des Kaiserhofs und ab dem späten 19. Jahrhundert ein Zentrum der Teppichknüpferei für den Export. Nach 1900 entstanden zahlreiche Werkstätten, die für den amerikanischen und europäischen Markt arbeiteten; einige Firmen verlegten ihre Produktion später nach Tianjin. Im Handel bezeichnet Peking-Teppich vor allem Stücke der Zeit um 1880 bis 1930 mit traditionellen chinesischen Mustern.
Peking-Teppiche haben eine Baumwollkette und einen eher dicken Wollflor mit dem asymmetrischen Knoten bei niedriger Dichte, etwa 30.000 bis 120.000 Knoten/m². Die Farben sind auf wenige Töne beschränkt: Dunkelblau, Hellblau, Elfenbein, Gelb und Apricot. Typische Motive sind Drachen, Phönixe, Wolken, Fledermäuse, Vasen, Antiquitätenmotive und die acht buddhistischen Symbole, häufig auf offenem Feld mit Eckmotiven. Der Flor wird an Musterkonturen oft eingeschnitten, was ein Relief erzeugt.
Peking-Teppiche der Zeit vor 1930 mit Pflanzenfarben sind gefragt; spätere Stücke aus Tianjin und anderen Orten folgen ihnen in großer Zahl. Die Baumwollkette ist empfindlich gegen Feuchtigkeit, und die hellen Gründe verfärben sich bei Wasserschäden. Häufig sind abgelaufene Flächen, Mottenfraß und ausgeblichenes Blau. Ein klar gezeichnetes Feld mit wenigen, gut erhaltenen Motiven ist für den Wert wichtiger als die Größe.
Woran man es erkennt
- Blau, Elfenbein und Gelb als Hauptfarben
- Drachen, Wolken und buddhistische Symbole
- Offenes Feld mit Eckmotiven
- Eingeschnittene Konturen im Flor
- Baumwollkette, niedrige Knotendichte
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