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China, Tibet & Nepal, Kathmandu-Tal, Nepal

Nepal-Teppiche

Seit den 1960er Jahren im Kathmandu-Tal geknüpfte Teppiche in tibetischer Technik, meist mit modernen Mustern und Himalaya-Wolle.

Nach 1959 kamen tibetische Flüchtlinge nach Nepal. Mit Unterstützung der Schweizer Entwicklungshilfe entstanden in den frühen 1960er Jahren in Kathmandu und Patan Knüpfwerkstätten, die die tibetische Technik weiterführten. Ab den 1970er Jahren wuchs die Produktion für den Export nach Europa stark; Nepal-Teppiche wurden zu einem der wichtigsten Exportgüter des Landes. Viele Werkstätten arbeiten heute nach Entwürfen europäischer Designer.

Nepal-Teppiche werden mit dem Tibetknoten über einen Stab geknüpft. Die Dichte gibt der Handel in Knoten pro Quadratzoll an: 60, 80 oder 100 Knoten pro Quadratzoll entsprechen etwa 93.000, 124.000 und 155.000 Knoten/m². Verwendet wird tibetische oder neuseeländische Wolle, teils mit Seide oder Nesselfaser gemischt. Die Muster sind meist modern: einfarbige Flächen, Farbverläufe, Streifen, abstrakte Formen, daneben traditionelle tibetische Motive. Viele Formate entstehen auf Maß.

Nepal-Teppiche sind Neuware oder jüngere Gebrauchsware; antik sind sie nicht. Ihr Wert hängt von Knotendichte, Material, Hersteller und Zustand ab. Der lockere Flor nimmt Schmutz tief auf und verfilzt unter Möbelfüßen; Seidenanteile verlieren bei Nässe Glanz. Häufig sind Flecken, Farbveränderungen durch Sonnenlicht und ausgefranste Enden. Etiketten wie GoodWeave weisen eine kontrollierte Produktion ohne Kinderarbeit aus.

Woran man es erkennt

  • Tibetknoten, Qualität in Knoten pro Quadratzoll
  • Himalaya- oder neuseeländische Wolle
  • Moderne Muster, oft einfarbig
  • Teils mit Seide oder Nesselfaser
  • Formate häufig auf Maß

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.